                                         DAS TURMZIELFERNROHR

In allen bisherigen bungen haben Sie das Hauptzielfernrohr (HZF) benutzt, um das Gelnde zu beobachten, zu zielen, und den Feind zu bekmpfen. So- lange der Kampfpanzer keinen Schaden davongetragen hat, ist dies vernnf- tig. Allerdings kann das HZF beschdigt oder dejustiert werden. Der Ballistik- rechner knnte beschdigt sein. In diesem Fall mu der Richtschtze (RS) auf das Turmzielfernrohr (TZF) ausweichen. (Ist lediglich der Laser-Entfer- nungsmesser defekt, empfiehlt es sich hingegen, die Entfernung manuell ein- zugeben, und weiterhin das WBG zu benutzen).

Anders als das auf dem Turmdach relativ exponierte HZF ist das TZF durch eine Bohrung durch die Blende der Turmfront gefhrt. Es ist daher gut ge- schtzt. Der Vergrerungsfaktor des TZF ist achtfach. Es ist achsparallel zur Kanone auf Mndungshhe des Kanonenrohrs montiert. Daher ist das TZF auch sehr ntzlich, um herauszufinden, ob das Kanonenrohr "frei" ist, wenn eine teilgedeckte Stellung bezogen wird, d.h. da das Rohr gerade so eben ber den vor dem Panzer liegenden Hgelkamm hinausragt.

Bei Benutzung des TZF mu der Richtschtze Vorhalt und Aufsatz selbst be- stimmen. Ist die Entferung zum Ziel hinreichend genau bekannt, so ist das recht einfach. Durch einen Drehknopf kann der Richtschtze das Fadenkreuz in der Hhe justieren; dabei gibt eine Skala im linken Randbereich die Entfer- nung in 100-Meter-Schritten an, die entsprechend der Munitionssorte zum passenden Aufsatz fhrt (beachten Sie auch die 500m-Justiermarke fr das Blenden-MG).
Da Ihr PC keinen Drehknopf hat, mssen Sie dafr die Tastenkombination [Umsch]+[Pfeil] benutzen. Sobald die passende Entfernung eingestellt ist, mssen Sie das Fadenkreuz auf Zielmitte einstellen, und die Kanone abfeuern.
Ist der Schu wider Erwarten zu kurz, so justieren Sie einfach die Entfernung ein wenig nach; der Vorteil dieser Lsung ist, da nahe beieinander liegende Ziele schnell und mit hherer Genauigkeit bekmpft werden knnen, als wenn der Haltepunkt jedesmal "freihndig" gewhlt werden mte (wie dies beim M1 der Fall ist).

Um die Entferung zu schtzen, ist ein kleines bichen Kopfrechnen gefragt.
Dazu mssen Sie zunchst so gut es geht die scheinbare Zielgre anhand der Markierungen im Fadenkreuz messen (Nheres dazu im Handbuch). Wenn Sie die tatschliche Gre des Ziels kennen, so teilen Sie diese durch die scheinbare Gre in Strich, und multiplizieren das Ergebnis mit 1000. Das ist dann die Entfernung in Metern.
(Oder sie behelfen sich mit demselben Trick, den auch deutsche Richtscht- zen anwenden, wenn sie in Mathe nicht so gut waren... zeichnen Sie sich eine Tabelle mit den verschiedene Zielarten und Entfernungen, und tragen Sie dann in die Tabellenfelder die scheinbare Zielgre in Strich ein; im Hand- buch finden Sie ebenfalls eine solche Tabelle)

Ein Beispiel: Ein T-72 ist ca. 2,40 Meter hoch. Im Fadenkreuz ist seine schein- bare Gre 1,5 Strich. Oha, das Drama beginnt: 2,4 durch 1,5 mal 1000... 
also 2,4 mal 2 durch 3 mal 1000 
= 4,8 durch 3 mal 1000
= 1,6 mal 1000 = 1600 Meter, hurra!

Bewegliche Ziele bekmpfen Sie am Besten erst mal mit KE-Munition. Faustregel: Bei langsam fahrenden Zielen die Zielvorderkante anrichten (nicht die Kanonenmndung !). Fhrt das Ziel schnell, ist der doppelte Vorhalt zu whlen. Und ben, ben, ben...

In dieser Lektion sollen Sie das Zielen und Schieen mit dem TZF erlernen. Dazu mssen Die zunchst das TZF anwhlen - [F2]. Versuchen Sie, die Ziel- entfernung zu schtzen - ber [F1] (HZF) knnen Sie dann zur Kontrolle den Laser-Entfernungsmesser benutzen.

Nach dem Lasern steuert die WNA automatisch die passende Rohrerhhung an. Damit wird sich auch das Fadenkreuz im TZF verschieben. Sobald Sie mit [Umsch]+[Pfeil] das Fadenkreuz wieder auf das Ziel eingestellt haben, wer- den Sie feststellen, da der Entferungsmarker justament auf der gelaserten Entferung zu stehen kommt (soweit das HZF natrlich auf Zielmitte einge- stellt war).

Es ist auch interessant zu beobachten, wie sich das Blickfeld im TZF ver- schiebt, je nach dem ob Sie den dynamischen Vorhalt anwhlen oder nicht. In der Betriebsstufe "Stab ein" ist im Hauptzielfernrohr ja nichts zu sehen, weil es primrstabilisiert ist und die WNA die Position der Kanone nach dem HZF ausrichtet. Blickt man hingegen durch das fest an die Kanone montierte TZF, kann man die Steuerungsbewegungen der WNA gut erkennen.